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[Serienkritik] The (Original) Twilight Zone 1. Staffel (OV)

Twilight Zone

1959 erschien eine neue Serie auf der amerikanischen Fernsehbildfläche, die nicht nur in die Geschichte des Mediums eingehen sollte, sondern auch in die Popkultur. Sie wurde seitdem nicht nur in zahlreichen Serien und Filmen direkt zitiert (z.B. Futurama), sondern diente darüber hinaus als „Inspiration“ für zahlreiche Werke. Es folgten außerdem diverse Neuauflagen, die aktuellste erst jüngst 2019.

„There is a fifth dimension beyond that which is known to man. It is a dimension as vast as space and as timeless as infinity. It is the middle ground between light and shadow, between sience and superstition, and it lies between the pit of man’s fears and the summit of his knowledge. This is the dimension of  imagination. It is an area which we call the Twilight Zone.“

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Radiotipp #3

Sicher haben einige von Euch, genauso wie ich, kürzlich den Mehrteiler Babylon Berlin in der ARD gesehen. Ich war begeistert, wie darin das Berlin der Zwanzigerjahre zum Leben erweckt wurde. Weit weniger überzeugt hat mich allerdings die Handlung ansich. Die empfand ich als recht langweilig und sprunghaft. Dennoch habe ich alle Teile gesehen, einfach weil sie optisch und atmosphärisch so viel hergaben. Doch genug von der Serie. Für diejenigen unter Euch, die eine weitere Dosis Babylon Berlin brauchen, liefert der WDR Abhilfe.

Am 20. Oktober 2018 sendet WDR3 das Prequel zu Volker Kutschers Roman Der nasse Fisch, Volker Kutschers ersten Roman in der Reihe um Kommissar Gereon Rath. Moabit stellt Charlotte Richter in den Mittelpunkt und erzählt, welcher Schicksalsschlag ihr Leben änderte.

Ab dem 22. Oktober gibt es dann die achtteilige Hörspielfassung von Der nasse Fisch, auf dem die erste Staffel basiert.

Kurz nach der Ausstrahlung stehen die jeweiligen Teile zum Download und als Podcast auf der WDR-Seite zur Verfügung. In der Audiothek könnt Ihr sie sogar jetzt schon hören.

 

[Serienkritik] Netflix: 3%

3%

Heute möchte ich eine Serie besprechen, die ich in den letzten Tagen erst rein zufällig für mich entdeckt und dann quasi inhaliert habe. Natürlich möchte ich Euch solch ein Werk nicht vorenthalten. Es handelt sich um die brasilianische Netflix-Produktion 3%.

In einem unbekannten dystopischen Staat muss der Großteil der Bevölkerung in Armut und Hunger vor sich hin vegetieren. Die einzige Hoffnung, ihr Leben zum Besseren zu wenden, ist ein strenges Auswahlverfahren, dass mit zwanzig Jahren durchlaufen werden kann. Jeder Jugendliche fiebert auf diese Möglichkeit hin und möchte sie sich nicht entgehen lassen. Die ausgewählten 3% dürfen auf die sagenumwobene „Insel“ übersiedeln, wo angeblich ein sorgenfreies Leben auf sie wartet. Dass sie dort keinen Kontakt mehr zu ihren zurückbleibenden Verwandten und Freunden haben werden, wird als Begleiterscheinung in Kauf genommen.
In diesem Jahr will sich Michele der Aufnahmeprüfung stellen. Sie weiß, dass es schwer werden wird und möglicherweise Opfer fordert. Dennoch ist sie fest entschlossen, das Verfahren zu durchlaufen, denn ihre Motivation geht über den Wunsch nach einem besseren Leben weit hinaus.

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Wir müssen reden über: „A Handmaid’s Tale“ Staffel 1

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Wenn man wie ich sowohl an dystopischen Geschichten als auch an emanzipatorischen Themen interessiert ist, kommt man an Der Report der Magd von Margaret Atwood nicht vorbei. Dennoch habe ich es jahrelang versucht, weil mich die Reduzierung von Frauen auf reine Gebärmaschinen als Thema total abgeschreckt hat.

Irgendwann habe ich bin ich im Spätprogramm über die Verfilmung von Volker von Schlöndorf gestolpert. Allerdings hat sie wohl keinen allzu großen Eindruck auf mich gemacht. Vermutlich habe ich den Film nicht einmal zu ende geschaut. Besonders gut kann ich mich nämlich nicht mehr daran erinnern. Viele Jahre sind seitdem vergangen.

2017 wurde Atwoods Roman als Serie adaptiert. Im Zuge dessen ist natürlich auch der Roman wieder in den Fokus getreten und neu aufgelegt worden ist. Natürlich habe ich das mitbekommen, konnte mich aber immer noch nicht aufraffen, ihn zu lesen. Die Serie löste natürlich den gleichen Unwillen bei mir aus, allerdings schien es ohnehin vorerst keine Möglichkeit zu geben, sie zu sehen. Der Zufall half, denn als ich einige Zeit später durchs englische Fernsehprogramm zappte, landete ich auf Channel 4. Ich konnte es kaum glauben, aber da lief tatsächlich die erste Folge. Selbstverständlich musste ich dranbleiben und war tatsächlich sofort gefesselt. Natürlich musste ich nach der Serie dann doch die Romanvorlage lesen. Der Report der Magd hat mich nicht enttäuscht und beschäftigt mich noch heute.

In diesem Artikel möchte ich auf Serie eingehen und mit dem Roman in Beziehung setzen.

Das Folgende richtet sich eher an LeserInnen, die den Roman schon gelesen haben, da milde Spoiler auftauchen können und bestimmte Zusammenhänge angesprochen werden, die nur bei Kenntnis der Geschichte Sinn ergeben.
Den Roman habe ich auf deutsch gelesen, weil mir eine entsprechende gebrauchte Ausgabe günstig in die Hände fiel. Da ich aber vorher die Serie und ihre Figuren kennengelernt habe, hat sich mir der englische Originalname der Hauptfigur „Offred“ stärker eingeprägt als der deutsche. Im Weiteren werde ich deshalb „Offred“ verwenden. Weiterlesen?