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Trailer-Tipp #23: Sinistre Literaturverfilmung

Vor einigen Jahren habe ich Shirley Jacksons Spuk in Hill House  gelesen. Im Gegensatz zur locker daran angelehnten Netflix-Serie konnte mich der Roman nur begrenzt überzeugen.

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[Serienkritik] Hill House wartet…auf dich!

Die Netflix-Serie

Als Kinder verloren die fünf Geschwister Crain ihre Mutter Olivia (Carla Gugino) unter mysteriösen und tragischen Umständen. Damals lebte die Familie in Hill House, einem düsteren Anwesen, das die Eltern restaurieren wollten, das aber ein Eigenleben zu haben schien. In dessen Wänden Geister und unheimliche Erscheinungen lauerten. Nach jener Nacht wuchsen die Kinder bei ihrer Tante auf. Von ihrem Vater Hugh (Henry Thomas/Timothy Hutton) haben sie sich entfremdet.
Steven (Paxton Singleton/Michiel Huisman), Shirley (Lulu Wilson/Elizabeth Reaser), Theodora (McKenna Grace/Kate Siegel) und die Zwillinge Nell (Violet McGraw/Victoria Pedretti) und Luke (Julian Hilliard/Oliver Jackson-Cohen) haben nach dem traumatischen Ereignis ganz individuelle und teilweise destruktive Strategien entwickelt, um damit umzugehen. Als Nelly Jahrzehnte später ausgerechnet in Hill House Suizid verübt, müssen sie erkennen, dass ihre Strategien mehr schlecht als recht funktioniert haben und Hill House noch eine Rechnung mit der Familie offen hat.

Shirley Jacksons Roman Spuk in Hill House ist ein Klassiker der Horrorliteratur. Darin will ein Wissenschaftler mit Hilfe von verschiedenen Versuchspersonen, den übernatürlichen Erscheinungen in besagtem Herrenhaus auf den Grund gehen. Obwohl sie denselben Titel trägt, eine der Figuren sich den Namen der Autorin leiht und der Handlungsort das legendäre Hill House ist, hat die Netflix-Serie nicht vielmehr mit dem Roman gemeinsam. Kann sie trotzdem oder gerade deswegen überzeugen? Weiterlesen?

Medien-Rückblick 2017 I: Bücher

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Das Jahr neigt sich ganz stark dem Wechsel zu und damit ist es Zeit, einen Blick zurück zu wagen. Dem Blog entsprechend wird sich dieser auf meinen Medienkonsum beziehen. Was für ein kaltes und schnöder Sammelbegriff für so wunderbare Tätigkeiten wie Lesen, Filme und Serien schauen und Musik hören.

Der heutige 1. Teil meines Jahresrückblicks wird sich mit den literarischen Welten befassen, die ich 2017 betreten habe. Hierzu zählen ausschließlich Bücher, die ich zu meinem eigenen Vergnügen gelesen habe, d.h. keine Fachliteratur, Bedienungsanleitungen etc. 😉 .

Insgesamt habe ich es auf 41 Bücher gebracht. Damit habe ich einen neuen persönlichen Rekord aufgestellt, der zuvor bei 40 Büchern lag. Ja, es ist nur eins mehr geworden, aber der Rekord ist gebrochen! 🙂

2016 war für mich ein ziemlich mieses literarisches Jahr. Der ein oder andere Ausreißer nach oben bestätigte nur das eher laue Mittelfeld und die schwachen Kandidaten am unteren Rand der Bewertungsskala. Vielleicht war das alles aber auch gar nicht so schwach wie ich es damals empfand. Allerdings spricht die einmalige Bewertung mit fünf Sternen eine mehr als deutliche Sprache. Weiterlesen?

Buch- & Filmtipps zu Halloween

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Hallo Freunde von Halloween oder

allgemein des gepflegten Grusels!

Obwohl ich selbst kaum etwas mit dieser Festivität anfangen kann und auch kein ausgesprochener Fan von Horror, Monstern und blutigem Allerlei bin, möchte ich es mir nicht nehmen lassen, ein paar Halloween-würdige Film- und Buchtipps mit Euch zu teilen. Gepflegtem, eher sanftem Grusel kann ich nämlich durchaus etwas abgewinnen und das nicht nur, aber besonders in der dunklen Jahreszeit. Die folgenden Empfehlungen setzen sich aus den Büchern und Filmen zusammen, die ich gesehen habe. Ein Anspruch auf Vollständigkeit wird nicht erhoben. Natürlich ließe sich die Liste auch um Klassiker wie Dracula und Frankenstein beliebig erweitern, aber leider habe ich die Romane (noch) nicht gelesen.

Aber jetzt stürzen wir uns endlich zusammen ins gruselige Vergnügen. Weiterlesen?

[Rezension] Shirley Jackson: We have always lived in the Castle

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Die achtzehnjährige Merricat Blackwood lebt mit ihrer älteren Schwester Constanze und Onkel Julian auf dem Stammsitz ihrer Familie. Die übrigen Mitglieder starben vor Jahren an einer Arsenvergiftung und die Übriggebliebenen leben seitdem zurückgezogen vom nahegelegenen Dorf. Eines Tages taucht Cousin Charles auf und bedroht das harmonische Gleichgewicht der drei Blackwoods. Merricat scheint das jedoch als Einzige wahrzunehmen. Weiterlesen?

[Rezension] Spuk in Hill House

Auf der Suche nach einer Kritik zur Netflix-Serie Spuk in Hill House? Bitte hier entlang!

Vollendet-Aufstand

Betreten auf eigene Gefahr

Der Anthropologe Dr. Montague ist fasziniert vom Paranormalen. Als Untersuchungsobjekt hat er sich das Anwesen Hill House ausgesucht wo es spuken soll. Mit wissenschaftlichen Methoden will er dem Phänomenen auf den Grund gehen. Drei Assistenten sollen ihm bei dem Unternehmen hilfreich zur Seite stehen: Eleanor, eine in sich gekehrte Frau, die jahrelang ihre Mutter pflegen musste und von ihrer Schwester herablassend behandelt wird. In ihrer Jugend kam sie in Kontakt mit Poltergeistern. Theodora, eine etwas affektierte, oberflächliche junge Frau mit telepathischen Fähigkeiten. Der Dritte im Bunde ist Luke, der zukünftige Erbe von Hill House, der auf Wunsch seiner Tante die Familie vertritt. Die vier schlagen für ein paar Tage ihr Lager in dem alten Haus auf und warten. Warten, dass etwas passiert. Hill House enttäuscht sie und den Leser nicht und wartet mit verstörenden Ereignissen auf. Aber warum geschehen all die unerklärliche Dinge? Sind es die früheren Bewohner, die nicht ruhen wollen, oder vielleicht doch die Besucher, die den Boden für den Spuk bereiten? Eleanor scheint zumindest in einer besonderen Beziehung zu dem alten Gemäuer zu stehen.

An der Oberfläche wirkt die Geschichte „ruhig“, bewegt sich in einem begrenzten räumlichen (der Landsitz Hill House) und zeitlichen (wenige Tage) Rahmen. Die Anzahl der Charaktere ist ebenfalls überschaubar. Trotz seiner Begrenzungen ist der Roman vielschichtig. Weiterlesen?