Schlagwort-Archive: USA

[Rezension] Fiona Davis – Wege ihrer Sehnsucht: Schlicht unterhaltsam

Wege ihrer Sehnsucht.jpg

Die Illustratorin Clara Darden möchte sich im New York der Zwanzigerjahre einen Namen machen. Sie arbeitet als Dozentin in einer Kunstakademie, die in der Grand Central Station untergebracht ist. Außerdem versucht sie, ihre Skizzen an Zeitschriften zu verkaufen. Da Männern jedoch stets der Vorzug gegeben wird, ist es für Frauen schwierig, sich eine Karriere aufzubauen. Doch dann eröffnen ihr zwei neue Bekanntschaften ungeahnte Möglichkeiten.
Fünfzig Jahre später muss sich Virginia Clay nach ihrer Scheidung ein eigenes Leben aufbauen. Dazu braucht die konservative Hausfrau vor allen Dingen eine Arbeit. Doch die ist mit einem Abschluss in Kunstgeschichte und wenig Arbeitserfahrung schwer zu finden. Schließlich landet sie als Praktikantin am Auskunftsschalter der Grand Central Station. Der Bahnhof hat schon bessere Zeiten gesehen. Genauso wie die Kunstakademie, deren verlassenen Räume Virginia eines Tages entdeckt. Dass sie dieses Ereignis zu einem viel größeren Geheimnis führen wird, ahnt sie da noch nicht.  Weiterlesen?

[Rezension] 100 Wörter reichen nicht

u1_978-3-10-397407-2

Jean McClellan ist Linguistin und forscht auf dem Gebiet des Wernicke-Syndroms, einer neurologischen Sprachstörung. Außerdem ist sie Ehefrau des Präsidentenberaters Patrick McClellan und Mutter von vier Kindern. Seit einigen Jahren trifft allerdings nur noch der zweite Satz auf sie zu, denn seit die Reinen an die Macht gekommen sind darf sie nicht mehr arbeiten und täglich nur noch hundert Wörter sprechen. Mittels eines elektronischen Armbands wird jede Überschreitung des Tageslimits mit starken Stromstößen bestraft. So ergeht es allen Frauen der USA.
Als der Bruder des Staatsoberhaupts einen Skiunfall hat und sich das Wernicke-Syndrom zuzieht, wird Jean von ihrem Armband befreit. Sie soll ihre Forschungen an einem Heilmittel beenden. Vielleicht ist das die Möglichkeit, nicht nur sich selbst von der Unterdrückung zu befreien. Weiterlesen?

[Netflix] Wir müssen reden über: Dokumentarfilm „Die Geschichte von Rachel Dolezal“ (The Rachel Divide)

RD.jpg

Ich entschuldige mich jetzt schon mal, dass das Folgende sehr ausufert, aber die Geschichte von R. Dolezal beeinhaltet einfach so viele interessante Aspekte, die ich beleuchten möchte.

2015 verkündeten die Eltern der US-Bürgerrechtlerin und Kulturwissenschaftlerin Rachel Dolezal öffentlich, ihre Tochter sei entgegen ihrer eigenen Behauptungen nicht schwarz. Dolezal konnte die Behauptung nicht abstreiten, da sowohl ihre Mutter als auch ihr Vater offensichtlich weiß sind. Daraufhin brach ein riesiger Aufruhr los, der die Wissenschaftlerin nicht nur ihre Jobs, sondern auch ihre Reputation kostete. Der Dokumentarfilm setzt nur wenige Wochen nach der Enthüllung ein und folgt Rachel Dolezal über mehrere Monate, lässt außerdem ihre Familie und Freunde ebenso wie ihre Gegner zu Wort kommen. Weiterlesen?

[Rezension] Yaa Gyasi: Heimkehren

Heimkehren

Die Halbschwestern Effia und Esi werden in verschiedene Stämme hineingeboren. Erst spät erfahren sie voneinander, lernen sich aber nie kennen. Effia wird mit einem britischen Offizier verheiratet, der im Namen Ihrer Majestät an der Organisation des Sklavenhandels mitwirkt. Sie lebt von nun an auf der Festung am Meer. Von dort werden Gefangene nach Amerika verschifft. Eine von ihnen ist Esi. Weiterlesen?

[Rezension] Daniel H. Wilson: Das Implantat

Das Implantat

Die USA der nahen Zukunft

Seit ein paar Jahren sind neurale Implantate, welche die intellektuellen Fähigkeiten der Träger steigern, Gang und Gebe. Doch mittlerweile hat sich eine starke Gegenbewegung entwickelt, die fürchtet, dass Menschen ohne die sogenannten Amps ins Hintertreffen geraten könnten. Nun haben sie einen großen Sieg errungen, denn ein Gerichtsbeschluss hat schlimme Folgen für alle Implantatträger.

Owen ist Lehrer an einer High-School. Ihm wurde ebenfalls ein kleines Gerät eingesetzt, doch da es lediglich seine Epilepsie beeinflusst, identifiziert er sich nicht mit den Amp-Trägern. Bis vor seinen Augen eine seiner Schülerinnen in den Tod springt. Plötzlich muss er sich fragen, auf welcher Seite er steht und für welche er alles riskieren will. Weiterlesen?

[Rezension] Laura Wilkins: Ashford Park

ashford

Clemmie hängt sehr an ihrer Großmutter Addie. Als es dieser zunehmend schlechter geht, spricht sie ihre Enkelin plötzlich mit „Bea“ an. Clemmie kennt niemanden dieses Namens und stellt bald fest, dass dasselbe auf die Vergangenheit der alten Dame zutrifft. Nur wenige Details sind aus ihrem Leben vor der Einwanderung in die USA bekannt. Doch langsam treten immer mehr Dinge zu Tage und Clemmie muss sich schließlich fragen, ob Addie überhaupt die Frau ist, für die ihre Enkelin sie gehalten hat. Weiterlesen?

[Rezension] Nathan Hill: Geister

csm_produkt-12472_7eecfda073

Einst als neue literarische Stimme Amerikas gefeiert, muss sich der junge Literaturprofessor Samuel Anderson nun mit unmotivierten Studenten herumschlagen. In seiner Freizeit sucht er Ablenkung in dem Online-Spiel „Elfscape“. Sein Leben gerät aus den eingefahrenen Bahnen, als er erst eine Studentin gegen sich aufbringt und dann einen Anruf von einem Anwalt erhält. Der vertritt Samuels Mutter, die ein Attentat auf einen konservativen Politiker verübt haben soll. Die Frau, die ihn verlassen hat, als er elf Jahre alt war und mit der er seit über zwanzig Jahren keinen Kontakt hatte. Der Anwalt bittet ihn, für sie zu bürgen und zwingt Samuel damit, sich endlich mit der vertrauten Fremden auseinanderzusetzen. Weiterlesen?