Serienmittwoch 320: No-Go-Genres

Heute möchte Corly im Rahmen des Serienmittwoch wissen:

Welches Genre schaust du überhaupt nicht?

Tja, jetzt wäre es vielleicht nicht schlecht, alle Genres zu kennen, die es gibt. Natürlich mit Unter-Unter-Genre 😉 .
Die Frage klingt sehr rigoros, wobei ich jedoch schätze, dass ich viele Genres nicht generell meide und den ein oder anderen zugehörigen Film durchaus geguckt habe, obwohl er nicht zu meinem Lieblingsgenre zählte. Aber ich soll ja laut Frage das Genre absolut meiden.
Womit ich tatsächlich nichts anfangen kann, sind Asiatische- Kampfkunstfilme. Stichwort Bruce Lee und Jackie Chang. Genauso wenig verwandeln röhrende Motoren, quietschende Reifen und rasante Autos mein Blut in Benzin, so dass man mir mit der Fast-and-Furious-Reihe gerne wegbleiben darf. Auch richtig harte, brutale Actionfilme sind so gar nicht mein Ding. Also, bitte kein Rambo oder ähnliches. Flachwitz-Komödie fallen ebenfalls nicht in meinen Bereich. Bitte kein Adam Sandler at its best und die Scary-Movie-Reihe ist für mich nur aufgrund des Humors scary. Auch die Kategorie „Deutsche Komödie“ ist seit den Neunzigerjahren ein No-Go-Genre für mich. Heißen die Protagonisten Bully, Schweiger oder Schweighöfer, sehe ich mir den Film garantiert nicht an.  Und schließlich hat mich 1917 davon überzeugt, dass reine Kriegsfilme, also solche die tatsächlich nur auf Schlachtfeldern spielen, mir ebenfalls wenig geben.

Jetzt habe ich doch glatt Serien vergessen und dabei heißt die Aktion doch „Serienmittwoch“. 😀 Ich muss mir das unbedingt merken!

Meiden tue ich da Militärserien, Billig-Reality-TV-Shows, Horror-Anthologien wie American Horror Story, Daily-Soaps wie Gute Zeiten, schlechte Zeiten, deutsche Heimatserien wie Der Bergdoktor.

Media Monday #456: Äktschn

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Also ich werde heute kein Wort über das allgegenwärtige Thema verlieren, stattdessen stürzen wir uns lieber in unser liebgewonnenes Montagsritual, den Media Monday. Wie immer ist alles Wissenswerte darüber nur einen Klick entfernt.

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Dank an Thalia

Da Thalia aus allseits bekannten Gründen vorerst alle Filialen schließt, hat die Buchladenkette ein kleines oder auch großes Trostpflaster bereitgestellt. Es handelt sich um einen 50%-Online-Gutschein auf alle Hörbuch-Downloads. Diese Möglichkeit möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten, denn vielleicht freut sich mancher von Euch gerade jetzt über ein  ent-/spannendes Hörvergnügen. Ihr braucht nur den Gutscheincode 5DUHDD4B33 Weiterlesen?

Serienmittwoch 319: Meistgesehen

Hab ich doch gestern glatt vergessen, meinen bereits vor einer Woche geschriebenen Beitrag auch einzustellen. Doch im Sinne „besser spät als nie“ folgt er eben jetzt.

Heute möchte Corly im Rahmen des Serienmittwoch wissen:

Die meistgesehenen Filme: Zu welchen Schauspielern könnte das passen und welche Rollen haben euch am besten gefallen?

Verstehe ich die Frage überhaupt richtig? Geht es darum, von welcher/m Schauspieler/in ich die meisten Filme gesehen habe?

Wenn es so gemeint ist, dann dürfte die Antwort vermutlich „Bette Davis“ lauten. Sie ist ja meine Lieblingsschauspielerin und füllt auch eine lange Filmographie. Jede Menge Stoff, wovon ich zwar bisher nur einen Bruchteil kenne, aber doch immerhin einiges. Was ich neben ihrer Ausdrucksstärke besonders an ihr mag, ist, dass sie in ihren Rollen völlig uneitel war und auch Mut zur Hässlichkeit besaß. Auch wenn es mir schwerfällt, wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich sagen, dass sie mir am besten gefällt in Das Leben der Mrs. Skeffington, In Freundschaft verbunden, Die große Lüge und Alles über Eva.

Media Monday #455: So gut wie virenfrei

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Derzeit lernt man, wie schön der sonst manchmal trüb wirkende Alltag eigentlich ist. Und da ich derzeit Normalität so zu schätzen weiß, danke ich Wulf, dass er den neuen Media Monday ohne das allgegenwärtige Thema gestaltet hat. Ich streife das Thema auch nur ganz kurz.

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Wir müssen reden über Urteile über Filme und Serien

Im Moment beherrscht ein Thema alle Gespräche und Medien, aber man muss auch mal auf andere Gedanken kommen. Deshalb möchte ich mich heute einem Thema widmen, das mir in den letzten Wochen öfter über den Weg gelaufen ist und mich grübeln ließ.

Alles begann damit, dass ich zufällig einen Tweet las, in dem jemand nach persönlichen guilty-pleasure-Filmen fragte. Sie selbst entschied sich für Stolz und Vorurteil. Nun gehört sowohl der Roman als auch die BBC-Miniserie zu meinen Lieblingen. Ich habe die Geschichte um Elizabeth Bennet und ihre Schwestern nie als „guilty pleasure“ wahrgenommen, so dass ich doch sehr verblüfft über die Aussage war. Die Schreiberin gab keine Begründung ab, bezog sich auch auf keine bestimmte Adaption, so dass ich annehme, sie meint die Handlung selbst. Ich grübelte, was daran fragwürdig sein könnte. Dass Mrs. Bennet ihre Töchter ihren Vorstellungen gemäß bestmöglich verheiraten möchte? Dass Mr. Bennets Erbe nicht an seine Töchter übergehen kann? Dass Mr. Darcy Elizabeth lange die kalte Schulter zu zeigen scheint? Ist der Film extrem kitschig? Ich weiß es einfach nicht!! Bin ich blind oder zu blöd, um an der Geschichte und wie sie geschrieben ist (wunderbar ironisch wie ich finde)  Fragwürdiges erkennen zu können?! Bisher glaubte ich, einen guten Radar dafür zu haben. Falls Ihr eine Ahnung habt, bitte erhellt mich.

Wenig später las ich eine Kritik zu Carnival Row. Dieser Verfasser beklagte, dass sich die Serie zu sehr an unserer Gegenwart orientieren würde. Als eines der Beispiel nannte er die Zentauren, die er stellvertretend für die Moslems sah. Wieder war ich perplex und fragte mich, ob der Schreiber und ich zwei unterschiedliche Serien gesehen haben oder mir etwas verborgen geblieben war. Wie kann sich etwas an unserer Gegenwart orientieren, wenn es Themen aufgreift, die die menschliche Gesellschaft von jeher beschäftigt haben. Zum Beispiel das Zusammenleben unterschiedlicher Individuen in einer Gesellschaft, Ausgrenzung, Fanatismus, Krieg, Frieden etc. Ja, es behandelt gegenwärtig relevante Themen, aber sie sind für jede Zeit und Gesellschaften relevant gewesen.
Der Schreiber unterstellte weiter, dass Carnival Row „Propaganda“ sei. Das hieße einerseits, dass die Macher eine bestimmte Haltung einnehmen. Dagegen ist für mich grundsätzlich nichts einzuwenden. Ist es schlimm, als Medienmacher eine klare Haltung gegen Rassismus o.ä. zu haben und in seinen Werken zu vermitteln? Für mich nicht, solange das nicht im Vordergrund steht und als oberstes Ziel verfolgt wird. Schätzungsweise fließen die Einstellungen der Macher immer unterschwellig in ihre Werke ein. Kein Werk entsteht außerhalb eines Wertesystems.  Andererseits würde „Propaganda“ aber viel mehr bedeuten. Nämlich, dass die Macher ihre Zuschauer gezielt manipulieren wollen, eine bestimmte Haltung zu übernehmen. Ich für meinen Teil habe in der Serie nichts dergleichen wahrgenommen. Irre ich mich oder interpretiert der Verfasser der Kritik etwas in sie hinein, das gar nicht vorhanden sind?

Dann, vor ein paar Wochen, behauptete wiederum jemand in einem Tweet, dass Titanic (ja, der Schinken von James Cameron) einer der frauenfeindlichsten Filme überhaupt sei. Wieder erschloss sich mir diese Meinung nicht. Ich habe ihn ja zugegebener Maßen nur ein Mal im Kino gesehen, aber ich kann mich nicht erinnern, danach diese Feststellung getroffen zu haben. Wie gesagt, ich glaube eigentlich, sensibel für so etwas zu sein. Was könnte denn daran als frauenfeindlich wahrgenommen werden? Dass Rose schlecht von ihrem Verlobten behandelt wird? Dass Jack sie nackt malt? Ich weiß es nicht!!

Da ich die Meinungen der drei unterschiedlichen Verfasser nicht teile, ja nicht einmal wirklich nachvollziehen kann, wie sie zu ihren Schlüssen kommen, stellen sich mir verschiedene Fragen. Haben Sie mit ihren Einschätzungen recht oder interpretieren Sie in die Serien und Filme etwas hinein, das nicht da ist? Setzen Sie Handlung und Aussage eines Films oder einer Serie gleich? Ich glaube fast, dass es so ist, aber ein Film über Sklavenhandel übernimmt doch nicht zwangsläufig die Perspektive der Sklavenhändler. Gerade wenn es um historische Stoffe geht, dann herrschten zu unterschiedlichen Zeiten eben unterschiedliche Herrschaftsformen, Gesellschaftsmodelle, Geschlechterrollen, Hierarchien. Das heißt doch nicht, dass die Serien, Filme und Bücher, die sich damit beschäftigen, die entsprechenden Einstellungen gutheißen.

Also, wie Ihr seht, bin ich etwas verwirrt und überrascht, wie manche Menschen Filme oder Serien beurteilen. Es gibt bestimmt ähnliche Kommentare über Bücher. Denkt Ihr auch, dass diese Leute zu viel in die genannten Werke hinein interpretieren oder seht Ihr es ähnlich wie sie? Ist ihre Haltung vielleicht Spiegelbild einer Gesellschaft, die sensibler auf bestimmte Inhalte reagiert oder doch eher überempfindlich?

Serienmittwoch 318: Spin-Off?

Die aktuelle Frage bei Corlys Serienmittwoch lautet:

Welche Spin-Offs wären eher unnötig gewesen? Schaut ihr sie, oder lehnt ihr sie generell ab?

Ich bin mir gerade nicht mal sicher, ob ich jemals ein Spin-Off gesehen habe. Warum eine Kopie, wenn ich das Original sehen kann? 😀 Das ist zumindest meine grundsätzliche Haltung, was auch gleich die Antwort auf die Frage ist. Also für mich persönlich sind sie völlig unnötig und uninteressant. Obwohl ich ein großer Fan des Films 5 Zimmer, Küche, Sarg bin, habe ich nicht einmal dessen Ableger gesehen. Spin-Off gibt es doch meist ohnehin nur, weil einer oder mehrere der am Original Beteiligten abspringen und es nicht fortgeführt werden kann. So versucht man eben, eine etablierte Idee oder Figur weiter zu monetisieren.  Nichtsdestotrotz kann ich verstehen, wenn Fans es toll finden, dass ihre Serie in anderem Rahmen fortgesetzt wird. Das hat dann was von einem Serienuniversum, in dem es eben verschiedene Planeten gibt.