Schlagwort-Archive: Buchkritik

[Rezension] Was vom Tage übrig blieb von Kazuo Ishiguro

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Mr. Stevens arbeitet als Butler auf dem Herrensitz Darlington Hall. Hier kennt er sich aus, bei ihm laufen alle Fäden zusammen, er ist pflichtschuldig und ergeben. Viele Jahre hat er dem adeligen Hausherrn gedient, jetzt steht er im Dienst des neuen amerikanischen Besitzers Mr. Farraday.

Der Leser begleiten Stevens auf einer mehrtägigen Reise, deren Ziel es ist, die ehemalige Hausdame Mrs. Kenton zu treffen. Da es schwierig geworden ist, geeignetes Personal zu finden, möchte er sie nach Darlington Hall zurückholen. Während er mit dem Auto durchs Land fährt, erinnert er sich an die vergangenen Dienstjahre. Wir lernen ihn immer besser kennen und sehen, wie er sich in Situationen gegenüber seinem Vater, der Hausdame oder dem Hausherrn Lord Darlington verhalten hat. Er sinniert über seinen Beruf und lässt Ereignisse Revue passieren. Weiterlesen?

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[Rezension] Auslöschung von Jeff VanderMeer

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Eine Biologin nimmt an der elften Expedition in die geheimnisvolle Area X teil. Es handelt sich um ein Gebiet, dass von einer Flora und Fauna besiedelt ist, die es sonst nirgends gibt. Auf dem ein Leuchtturm und ein unterirdischer Tunnel Kampfspuren und tödliche Geheimnisse bergen. Dessen Dörfer längst verlassen sind. Aus dem die Teilnehmer der früheren Expeditionen entweder gar nicht oder absolut verändert zurückgekehrt sind. Die Biologin führen nicht nur fachliche Gründe dorthin. Auslöschung ist der Bericht, den sie während ihres Aufenthalts in Area X verfasst hat.

Die Southern Reach Trilogie hat Preise und viel Lob erhalten. Manch einer soll die Geschichte sogar als Meisterwerk wahrnehmen. Diese Einschätzungen kann man (aus welchen Gründen auch immer) teilen, muss man aber nicht.  Weiterlesen?

[Rezension] Gisela Jacobius – als Jüdin in Berlin

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In mehreren Interviews, welche die Autorin Magrit Delius mit Gisela Jacobius geführt hat, erinnert sich diese an Begebenheiten aus ihrem Leben. Für den vorliegenden 10. Band der Reihe Jüdische Memoiren hat Delius die Interviews gekürzt und zu einem einzigen Bericht in Form eines Gesprächs zusammengefasst. Dieses handelt von Giselas Elternhaus, Kindheit und Jugend, ihrer Zeit im Berliner Untergrund, der Auswanderung nach Israel sowie ihrer Rückkehr nach Deutschland. Weiterlesen?

[Rezension] Stefan Bachmann – Palast der Finsternis

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Die siebzehnjährige Anouk und vier weitere Jugendliche werden für eine Expedition ausgewählt, die in einen sagenumwobenen unterirdischen Palast führen soll. Erbaut wurde er durch den Grafen Bessancourt während der Französischen Revolution. In Frankreich angekommen, läuft jedoch erst alles anders als geplant und dann völlig aus dem Ruder. Die Frage, welche Geheimnisse der Schmetterlingspalast birgt, entscheidet schließlich über Leben und Tod. Weiterlesen?

[Rezension] Kai Meyer – Phantasmen

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Überall auf der Welt erscheinen nach und nach die Geister von Toten. Sie leuchten, stehen einfach da und drehen sich im Lauf der Sonne um die eigene Achse.
Rain und ihre Schwester erwarten in der spanischen Wüste die Geister ihrer Eltern, die dort bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen sind. Sie wollen sich verabschieden, die Trauer abschließen. Ein junger Amerikaner ist ebenfalls da. Vermutlich hat auch er jemanden an Bord verloren. Als sich die Geister zeigen, legt sich plötzlich ein Grinsen auf ihr Gesicht. Ein tödliches.  Weiterlesen?

[Rezension] Das Implantat

Das Implantat

Die USA der nahen Zukunft

Seit ein paar Jahren sind neurale Implantate, welche die intellektuellen Fähigkeiten der Träger steigern, Gang und Gebe. Doch mittlerweile hat sich eine starke Gegenbewegung entwickelt, die fürchtet, dass Menschen ohne die sogenannten Amps ins Hintertreffen geraten könnten. Nun haben sie einen großen Sieg errungen, denn ein Gerichtsbeschluss hat schlimme Folgen für alle Implantatträger.

Owen ist Lehrer an einer High-School. Ihm wurde ebenfalls ein kleines Gerät eingesetzt, doch da es lediglich seine Epilepsie beeinflusst, identifiziert er sich nicht mit den Amp-Trägern. Bis vor seinen Augen eine seiner Schülerinnen in den Tod springt. Plötzlich muss er sich fragen, auf welcher Seite er steht und für welche er alles riskieren will. Weiterlesen?

[Rezension] Versteckt in Berlin

Versteckt Berlin

Eines Tages wird die Familie Lewin von der Gestapo aus ihrer Wohnung geholt. An der Sammelstelle werden sie von einander getrennt. Sohn Dagobert darf zurück in die Wohnung, seine Eltern werden deportiert. Mit knapp neunzehn Jahren muss er von nun an als Zwangsarbeiter in einer Waffenfabrik arbeiten. Als die alleinerziehende Krankenschwester Ilse ihn bittet, sie zu heiraten, um so der Deportation lediger Schwestern zu entgehen, stimmt er zu. Doch es dauert nicht lange und die „Fabrikaktion“ findet statt. Bei dieser werden jüdische Arbeiter an ihren Arbeitsplätzen zur Deportation festgenommen. Dago, der sich gerade auf dem Weg zur Waffenfabrik befindet, wird jedoch von einem befreundeten „arischen“ Kollegen gewarnt. Dem jungen Mann ist klar, dass er sofort verhaftet werden würde, wenn ihn die Gestapo findet. Da er auch für Ilse und ihren Sohn Klaus verantwortlich ist, muss er einen Weg finden, dass alle drei in Berlin untertauchen können. Kein leichtes Unterfangen… Weiterlesen?